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Über das Ausruhen in Komfortzonen

Das Leben kennt das Konzept des Ausruhens in Komfortzonen nicht.

                                                          Use it or loose it (engl. Spruch) - Nutze es (das Leben) oder verliere es
❤️ Leserinnen/Leser

Ich möchte ich mit euch einen interessanten Ausflug in die Welt von Realitätsblasen, Angst und Entwicklungschancen machen.

Alles, was in der Natur über einen längeren Zeitraum hinweg nicht stimuliert, nicht gebraucht oder herausgefordert wird, wird weniger. Das bezieht sich auf unsere Muskulatur aber auch unseren Geist.

Wenn wir es uns in unserer Blase der Realität zu gemütlich machen, verengt sich diese jeden Tag ein wenig mehr. Unsere Komfortzone "Leben" schrumpft, geistige Beweglichkeit und Bandbreite unserer Gefühle und Handlungsoptionen minimieren sich und Wachsamkeit unseres Blickes vernebelt.

Mittlerweile ist bekannt, dass eine der besten Strategien, Alzheimer und Demenz vorzubeugen, darin besteht, dem Geist jeden Tag eine Aufgabe zu präsentieren, für die dieser noch keine Lösung hat. Nun wisst ihr, weshalb es schwierige Kreuzworträtsel und Knobeln gibt 🤔.

Es gibt aber eine spannendere Möglichkeit, deinen Geist zu stimulieren.

Wie das geht?

Sei einfach nur wahrhaftig. Das bedeutet nicht, dass du künstliche Mutproben und Kicks brauchst wie z.B. Bungees, Alkohol- und Drogenexzesse, Streiten usw. und dabei dennoch nie deine Komfortzone verlässt. Die Zone hinter deinem Tellerrand zu verlassen, wird dir nicht gelingen, wenn du dich in jede Richtung unreif auslebst.

Was also ist der ultimative Kick?

Bewege dich wach und achtsam in deinem Alltag. Das ist das ultimative Abenteuer. Es gibt keine intelligentere Aneinanderreihung natürlicher und spannender Entwicklungstests- und Aufgaben. Wenn du sensibel hinspürst, wirst du die Aufforderungen des Universums an dich, zu Fühlen und zu Handeln, nicht übersehen.

OK. Das löst manchmal Angst aus, was ein hoher Preis für diesen Geburtsprozess/Abenteuer zu sein scheint. Allein schon das Nachdenken über unsichere Territorien, kann Angst hervorrufen.

Wenn du in deinem eigenen Leben, und nicht dem eines anderen, "wach" angekommen bist, wirst du schnell feststellen, dass jede Herausforderung immer genau die ist, die für dich gerade passt. Insofern ist eine bestimmte Aufgabe für einen Menschen völlig selbstverständlich, während sie für einen anderen blanken Horror darstellt.

Beispiele:
1. Ein Choleriker brüllt seine Wut problemlos heraus. In dieser Handlungsweise fühlt er sich sicher und zu Hause. An dem Tag jedoch, an dem er bereit ist, seine Aggressivität nicht mehr auf diese Weise auszulassen, sondern den darunterliegenden Schmerz spürt, wird er das Gefühl haben, den Boden unter seinen Füßen zu verlieren.

2. Ein sehr angepasster Mensch, der bis jetzt viel geduldet hat und jahrelang in der Komfortzone von Schmerz und Trauer lebt, wird den Schritt in die Freiheit eventuell darin gehen, mit Wut und Entschlossenheit seine Grenzen zu artikulieren.

Vergiss, dich mit anderen zu vergleichen. Die einzige Frage, die zählt, sollte diese sein:

"Welchen nächsten Schritt muss ich tun, um zu meiner wahren Größe heran zu wachsen?"

Bekämpfe deine Angst nicht. Angst ist naturgegeben, Teil des Lebensspiels und deiner Lebendigkeit.
Angst (lateinisch:
angustus bzw. angustia = Enge, Beengung, Bedrängnis)


Wenn du gerade dabei bist, deine Komfortzone zu verlassen, spürst du das Einengende der alten Welt und bewegst dich auf eine risikobehaftetete Zukunft zu. Du weißt nicht, was dich erwartet.

Angst ist an dieser Stelle ein Warnsignal, welches du nicht ignorieren solltest. Im Neuland kannst du ausgelacht, verletzt, verraten, manipuliert, verlassen und in die Irre geleitet werden. Davor möchte deine Angst dich schützen.

Oft manifestiert sich Angst in körperlichen Symptomen wie Schwitzen, Zittern, Schwindel, Herzrasen, Magenschmerzen, erhöhter Muskeltonus, flaches oder schnelles Atmen. Du befindest dich in einer Kampf-Flucht-Situation. Darauf möchte dich dein Körper vorbereiten. Wenn du die Angst und deren Bedeutung nun achtsam anerkennst, dich nicht weiter in sorgenvolle Gedanken verlierst, die deine innere Verkrampfung verstärken, löst sich die Enge wieder auf. Angst kommt und geht.

Wie du Angst in freudige Erregung umwandelst?

1. Unterdrücke die Angst nicht. Fühle sie im ganzen Körper.
2. Lasse die beängstigenden Gedanken kommen und spüre, was diese in deinem Körper auslösen.
3. Kommuniziere mit dir selbst uund interpretiere konstruktiv die körperlichen Befindlichkeiten:
"Ich spüre diese neugierig machende Erregung in mir. Ein neues Abenteuer kann beginnen. Ich werde den nächsten Schritt mit Wachsamkeit und Respekt vor dem Unbekannten gehen."

Leben ist und bleibt gefährlich

Wenn du Signale, in unbekannte Zonen einzutreten, ignorierst, wirst du trotzdem nicht darum herumkommen, dich zu entwickeln. Das Leben wird dich auf andere Weise wachrütteln (Autounfall, Finanzkrise, Scheidung, Krankheit usw.). Auch dem entwicklungsresistentesten Menschen werden vom Leben Wachstumsschübe verpasst.

Also, warum nicht lieber freiwillig, mit mehr Freude wachsen?

Eure Petra


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